Dies alles hat uns der Herr geschenkt

Bericht von der Kansk-Reise 27. Juli – 9. August 2019
Schon im Voraus antwortete Gott auf unsere Gebete, indem Er für eine lange gesuchte Arbeitsstelle sorgte, finanzielle Schwierigkeiten löste, Prüfungstermine passend setzte, zwei Wochen Urlaub in der Ferienzeit ermöglichte und den Geschwistern die Bereitschaft und Freude zum Dienst gab.
Wir beteten um die Zusammensetzung der Gruppe, um Einigkeit, um Bewahrung auf den Wegen, um Gesundheit, um Beistand beim Üben und bei der Verkündigung und darum, dass Gott Menschen schickt, die das Verlangen haben, das Wort Gottes zu hören. Dies alles hat uns der Herr geschenkt.
Unsere Gruppe, bestehend aus zwölf Personen, hatte das Ziel, in Ostsibirien Geschwister zu besuchen, sie in ihrem Dienst zu unterstützen, zu ermutigen und fernstehenden Menschen das »Wasser des Lebens« zu reichen, so wie Jesus in Matthäus 28,19 befiehlt: »So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker.«
Besonderen Segen Gottes verspürten wir in der Offenheit und Herzlichkeit der Menschen. Es waren oft nur ganz wenige Zuhörer, aber diese hörten mit sehr großem Interesse zu. Ein Beispiel dafür ist das Erlebnis in Artjugino. Dort waren wir zum ersten Mal. Wir hielten vor der Dorfhalle (Klub) und die Brüder fragten, ob wir dort singen dürften. Wir bekamen die Erlaubnis und sangen einige Lieder. Die Brüder sprachen zu den Zuhörern. Es waren nur drei Frauen und zwei Kinder, aber ihr Interesse war sehr groß. Lasst uns beten, dass auch in diesem Dorf der gestreute Samen aufgeht, wächst und Frucht bringt.
In einigen Orten gingen wir von Haus zu Haus und verteilten christliche Zeitungen. Wir staunten auch über die Offenheit und den Mut der Brüder. Sie blieben oft mit dem Auto stehen, wenn sie eine Person auf der Straße sahen, stiegen aus und boten eine Zeitung an. Es gab nur wenige Menschen, die sie ablehnten.
Wir haben auch mehrere Behinderten- und Kinderheime und einen Kindergarten besucht. Auch dort haben die Menschen aufmerksam zugehört. In einigen dieser Einrichtungen waren die Brüder schon früher gewesen, in einigen waren wir zum ersten Mal. Überall baten die Menschen uns wiederzukommen.
An einem Sonntag sind wir mit der Fähre über die Angara ans andere Ufer übergesetzt und dann wieder zurück. Während der Fahrt sangen wir Lieder. Die Fahrgäste hörten interessiert zu. Mit einigen von ihnen führten die Brüder Sergej Jeliseew und Wolodja Lake in dieser Zeit Gespräche.
Allerdings erlebten wir auch eine große Verschlossenheit bei den orthodoxen Altgläubigen (Starowery). Es nieselte an dem Tag etwas und kein Mensch, außer einem jungen Mann, war draußen. Jedoch wurden wir von vielen durch die Fenster beobachtet. Mit dem jungen Mann hatten die Brüder dann ein längeres Gespräch.
Betet um Wachstum des geistlichen Samens, der ausgestreut wurde:
Um Erweckung in den Dörfern, z.B. in Tschunojar und Tajoshnyj gibt es nur wenige alte Geschwister.
Dass auch Menschen, die die Lieder aufgenommen haben, sie auch wieder hören.
Dass in Ortschaften, in denen es noch keine Christen gibt, Menschen zu Gott kommen.
Ein großer Segen war Bruder Alexej Tschurikow, ein alter Bruder aus Bogutschany. Im privaten Gespräch erzählte er aus seinem vielbewegten Leben, welches er auch in einem Buch beschrieben hat. Er teilte auch seine Sorgen um den geistlichen Zustand der Gemeinde mit und bat für sie zu beten.
Wir fühlten uns auch sehr wohl bei den Familien Jeliseew. Wir waren beeindruckt von der Wärme und Gastfreundschaft der Geschwister, von ihrem Eifer im Dienst, ihrer Liebe zueinander.
Lasst uns für diese Familien beten. Sie tun einen aufopferungsvollen Dienst: Die Männer sind sehr viel unterwegs, um Menschen in noch nicht erreichten Ortschaften auch die Frohe Botschaft zu bringen. Die Frauen tragen auch eine schwere Last, besonders wenn die Männer nicht zu Hause sind. Auch für die Kinder lasst uns beten, damit Gott sie auch zu seinen Mitarbeitern macht.
Betet bitte auch besonders für Ilja, Andrejs Sohn, der noch nicht bekehrt ist und den es sehr in die Welt zieht. Betet auch um geistliches Wachstum in den kleinen Gruppen der Christen, damit dort junge Leute zu Gott kommen.
Inna Nickel, Waldemar Berg Harsewinkel

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