Drei Gebetsanliegen

Erlebnisse aus der Radioarbeit in Kasachstan
Es vergeht kein Tag ohne Ausstrahlung unserer christlichen Sendung. Sogar als ich mich in Israel befand, wurden mir Nachrichten von Zuhörern gesandt, die in dieser Zeit die Sendungen hörten. Mein dort lebender Sohn war über diese Resonanz sehr erstaunt, da er in Israel ebenso mit der Radioarbeit betraut ist. Hier traf ich einen ehemaligen Zuhörer aus Abaj, Sergej Tolstolutskij. Er teilte mir mit, dass er große geistliche Schwierigkeiten habe. So konnte ich ihm anhand der Bibel erklären, was eine erneuernde Bekehrung ist. Außerdem versuchte ich ihm klar zu machen, dass man bei völliger Hingabe an Gott auch in Israel dem Allmächtigen nachfolgen und dienen kann. Ich habe den Eindruck, dass er keine innere Ruhe finden kann. So zog er für einige Zeit nach Deutschland, dann wieder nach Israel. Er erinnert sich gut an die Zeit in Kasachstan. Dort hatte er 2002 während einer Kinderfreizeit erlebt, was Bekehrung bedeutet. Doch scheint auch aus menschlicher Perspektive jedes Gespräch keine Resultate zu bringen.
Hier verstehe ich, dass wir von Gott abhängig sind und Ihn nur in unseren Gebeten um Veränderung bitten können.
Unter den Zuhörern habe ich sehr viel Fahrer. Besonders gerne hören Taxifahrer die Sendungen. So rief ich eines Tages ein Taxi, um einige Erledigungen in der Stadt zu machen und so mit einem Mann ins Gespräch zu kommen. Es kam ein „Bolat“, der mich sofort an der Stimme erkannte, die er aus der Sendung kannte. Ich wunderte mich über seine tiefgreifenden Fragen und ermutigte ihn, weiterhin die Sendung zu hören.
Auch hier sehe ich nur durch das Gebet die Möglichkeit, etwas im Hintergrund für diesen Mann zu tun.
Meines Erachtens nimmt auch in Kasachstan die Gottlosigkeit zu, die sich in verschiedenen Bereichen äußert. In der Gesellschaft denkt man, dass die christliche Orthodoxie oder der Islam zu einer bestimmten Volksgruppe oder Ethnie dazugehören. Und man fördert verschiedene Feste, um vom Kern des Evangeliums abzulenken. Doch hier möchten wir mit unserer Sendung ansetzen und die Menschen erreichen und weiterhin Gott dienen.
Daher beten wir, dass dieser Dienst in Zukunft ausgebaut werden kann, Zuhörer findet und ihre Herzen erreicht.
Pawel Kulikov, Karaganda

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