Reise nach Transkarpatien vom 31. März bis zum 5. April
Nachdem wir am Montagabend gut in Transkarpatien angekommen waren, wurden wir freundlich zur Nacht in Mukatschewo aufgenommen. Am Dienstag ging es dann direkt in die Schule nach Podwinogradowo.
Der reguläre Unterricht findet von Montag bis Donnerstag statt. Es gibt vier Schulstufen und eine Vorschulstufe. Morgens werden von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr die Jungen unterrichtet. Danach gibt es für die Lehrer eine Mittagspause bis 14:00 Uhr. Dann werden die Mädchen bis 16:00 Uhr unterrichtet.
Wir besuchten jede Klasse und brachten ein kurzes Thema über das weiße und das schwarze Herz , erklärten einen Bibelvers und übten ihn mehrmals mit den Kindern. Abschließend wurde noch für die Kinder gebetet.
In der Mittagspause konnten wir uns ausführlich mit den Lehrerinnen unterhalten und haben erfahren, welche Schwierigkeiten sie im Moment haben, und wie Gott ihnen immer wieder hilft.
Abends besuchten wir die Gemeinde in Beregowo. Die Gemeinde besteht hauptsächlich aus ungarischsprachigen Roma. Es gibt hier einige neu bekehrte Seelen, die sich taufen lassen möchten, aber an diesem Abend waren nicht viele Besucher da. Später hatten wir dann noch eine Tischgemeinschaft mit Bruder Iwan, der hier vor Ort wohnt und die Verantwortung für die Gemeinde trägt. Solche Abende sind für uns Besucher meistens nichts Besonderes, aber für den Besuchten können sie wie Balsam auf einer Wunde sein und noch lange nachwirken. Da es in der Gemeinde viele arme Leute gibt, ließen wir einige mitgebrachte Hilfsgüter und Lebensmittel dort.

Versammlung in Beregowo
Am nächsten Tag war der Besuch der Schule in Korolewo geplant. Dort war der Ablauf ähnlich wie in Podwinogradowo. In diesem Schuljahr gibt es sogar einen Lehrer. Er unterrichtet die älteren Jungen unter anderem in Allgemeinwissen und Geschichte.
Abends war in Podwinogradowo ein Elterngottesdienst geplant. Dort beteiligten sich die Kinder fleißig mit Gedichten und Liedern am Gottesdienstprogramm. Wir richteten ermutigende Worte an die Eltern und Kinder.
Im Großen und Ganzen sehen wir Gottes Segen auf diesem Arbeitsfeld. Die Geschwister vor Ort bezeugen es regelmäßig: „Die Schule hat unser Tabor verändert, auch unser Gemeindeleben wurde durch die Schule positiv geprägt“. Das freut uns, und wir möchten Gottes Gemeindebau auch weiterhin unterstützen.

Eine Mädchenklasse in Podwinogradowo
Donnerstag fand ein Treffen mit allen Lehrern statt, bei dem wir einen offenen Austausch hatten und auch geistliche Themen gebracht wurden. Am Abend besuchten wir die kleine Versammlung in Ossi. Hier haben Geschwister aus den betreuenden Gemeinden fleißig an der Außenanlage weitergearbeitet. Es gibt bereits eine Veranda und Parkplätze. Das Grundstück soll noch eingezäunt werden
In Sagattia wurde von den Gemeinden vor Ort eine alte Mühle gekauft, die jetzt zu einem Seminar- und Versammlungshaus umgebaut wird. Auf dem Weg zur nächsten Versammlung besichtigten wir kurz die Baustelle. Obwohl es hier noch keine Gemeinde gibt, haben die Geschwister im Nachbarort Deschkowitza große Hoffnung, dass es auch dort bald lebendige Christen geben wird.
Auch in dem abgelegenen Bergdorf Smologowitza wurde ein kleines Bethaus errichtet, in dem sich bereits eine kleine Gruppe von Gläubigen versammelt. Wir hielten dort eine Versammlung ab und verteilten auch einige christliche Bücher.



Der Abend wurde mit einer Schulratssitzung abgerundet. Der Schulrat besteht aus Vertretern der Romagemeinden, in denen es eine Schule gibt, Vertretern einiger betreuender ukrainischer Gemeinden und Vertretern des Hilfskomitee Aquila. Es wurden grundlegende Fragen erörtert und aktuelle Probleme besprochen. Gott sei Dank können wir sagen, dass wir brüderlich zusammensaßen und alle Fragen gut besprechen konnten.
Der nächste Morgen war bereits von Abreisevorbereitungen geprägt. An diesem Tag verwöhnten uns die Brüder aber noch etwas. Den Vormittag und das Mittagessen verbrachten wir in der schönen Natur der Karpaten. Am Abend fand der Elterngottesdienst in Korolewo statt, und nach einer herzlichen Verabschiedung machten wir uns auf den Heimweg nach Deutschland.
Wir blickten zurück auf vier volle, aber auch sehr gesegnete Tage und sind dem Herrn sehr dankbar für seine Güte und Gnade, die wir erleben durften. Nicht nur die Kontakte vor Ort, sondern auch die Gemeinschaft untereinander während der langen Fahrten waren ein reicher Segen für jeden Einzelnen von uns. Am Samstagabend waren wir alle wohlbehalten wieder zu Hause.
A. P.

In der Klasse wird für die Kinder gebetet


