Fünf Festgottesdienste an einem Tag

Besuch der Gemeinden in Usbekistan
Der Herr schenkte im September 2019 wieder eine wunderbare Gelegenheit unsere Brüder und Schwestern in Usbekistan zu besuchen! Fünf Brüder aus Harsewinkel flogen nach Taschkent. Jeder hatte 9-10 usbekische Kinderbibeln und noch einige andere christliche Bücher mit. Wieder erlebten wir die segnende und schützende Hand unseres Allmächtigen Gottes! Ihm der Dank und Preis.
Mit Freuden wurden wir von den Brüdern der Gemeinde in Taschkent empfangen. Sie hatten für uns einen wunderbaren Dienstplan ausgearbeitet. Nach ein paar Stunden Erholung von dem Flug wurden wir zu einer usbekischen Hochzeit von Danijar und Nargisa eingeladen. Die Feier wurde im Gemeindehaus in Taschkent durchgeführt. Bruder Artur aus Novai leitete das geistliche Teil.
Die Gemeinde und auch wir waren froh, dass in Usbekistan schon einige junge christliche Familien gegründet worden sind. Damit wächst eine zweite Generation gläubiger Usbeken auf. Lasst uns ganz besonders für diese Generation beten, dass sie in den Versuchungen und Verfolgungen standhaft bleiben.
Am Sonntag in der Frühe fuhren wir zur Taufe von sieben Personen, die im Fluss Tschirtschik am Rande von Taschkent vollzogen wurde. Es waren sechs junge Personen und eine ältere Schwester, die in die Flut hineinstiegen. Wie freute sich die alte Schwester, noch in den alten Jahren ihr Leben Gott zu übergeben.
Dann fuhren alle zum Bethaus, wo in einer feierlichen Versammlung über den neugetauften gebetet wurde. Anschließend feierte die Gemeinde das heilige Abendmahl.
Danach fuhren wir in eine ca. 60 km entfernte Stadt Olmalyk, wo einige usbekische Geschwister sich schon eine längere Zeit versammelten. Hier war das Erntedankfest und zugleich die Einweihung des unlängst mit Hilfe einiger Gemeinden aus Deutschland erworbenen Hauses zum Gebetshaus eingeplant. Es waren viele Gäste aus Usbekistan und auch aus dem Ausland zugegen. Der Raum konnte nicht alle fassen!
Den nächsten Tag waren wir schon in Nukus, Karakalpakien. Hier haben die Geschwister auch ein etwas kleineres Haus zum Gebetshaus erworben. Die Renovierungsarbeiten stehen ihnen noch bevor.
Abends schenkte der Herr einen vollen Saal suchender und hungriger Seelen in Urgentsch. Die Sitzplätze reichten nicht aus, viele saßen auf den Teppichen. Das Wort traf einen jungen Usbeken, der sich bekehrte und vor Freude strahlte.
Der Herr schenkte in der kurzen Zeit auch Möglichkeit Gemeinschaft mit den Geschwistern in Novai, Karschi, Samarkand zu haben. In Samarkand hatten wir auch eine Versammlung mit aufmerksamen Zuhörern in einem Altenheim. Da durften wir den alten Usbeken auch einige Kinderbibeln lassen.
In Kirgisien in Kök-Jen-Jak, das in den Bergen 20 km von Jalal-Abad liegt, waren die Geschwister sehr froh, denn sie bekommen nicht oft Besuch.
Am zweiten Sonntag unserer Reise waren wir zu Erntedankfest in Fergana. Zugegen waren wieder Gäste aus verschiedenen Gemeinden. Zu Mittag gab es den berühmten usbekischen Plov!
Für den Abend teilten wir uns auf, so dass drei Brüder zur Jugendstunde gingen und drei eine geheime usbekische Hausgemeinde besuchten. Es waren dort usbekische Geschwister aus vier Familien zugegen. Sie versammeln sich so mit ihren Kindern schon seit über 20 Jahren. Zu Zeiten des Präsidenten Karimov wurden sie oft mit hohen Strafauflagen belegt.
Die Gemeinschaft verlief an einem niedrigen Tisch. Alle warteten, bis die heiße Mahlzeit gebracht wurde. Auch nach dem Gebet nahm niemand etwas zu essen, bis der Älteste Bruder etwas zu sich vom Tisch nahm.
Nach der Mahlzeit ging es weiter mit geistlicher Gemeinschaft, die gefüllt war mit Bekanntmachen, Zeugnissen, Liedern und Wortbetrachtung, die mit einer Gebetsgemeinschaft endete. In Taschkent und Fergana gibt es mehrere usbekische geheime Hausgemeinden.
Auf dieser Reise schenkte der Herr eine Möglichkeit die großen registrierten Gemeinden in Taschkent und Fergana zu besuchen. Wir wurden auch da freundlich empfangen. Die Durchführung der Versammlung wurde uns komplett übergeben. Wir wurden auch für weiterhin eingeladen sie nicht zu vergessen.
Lasst uns beten, dass die Geschwister in Usbekistan fest im Glauben bleiben und in ihrer Drangsal nicht mutlos werden.
Jakob Penner, Harsewinkel

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