Hier bin ich, sende mich!

Drei Familien aus Taschkent gehen in die Mission!
„Da fasteten sie und beteten und legten die Hände auf sie und ließen sie ziehen.“ (Apg. 13,3)
Die Gemeinde in Taschkent feierte im Dezember 2019 einen sonderbaren Gottesdienst: Drei Familien wurden mit Gebet und Segen in die Missionsarbeit ausgesandt!
Die Muttergemeinde in Taschkent ist nicht groß. Nicht ganz 100 Gemeindeglieder. Es ist die Gemeinde, wo Nikolaj Petrowitsch Chrapow Ältester war. Der Gemeindeälteste teilte mit, dass es nicht einfach war, diese drei Familien zu entsenden. Sie waren auch in der Gemeinde tüchtig und sehr gebraucht. Einer von ihnen war Jugendleiter. Aber für den Herrn das Beste zu geben ist biblisch. Der Herr wird für das andere sorgen.
Ein usbekisches junges Ehepaar, das erst im September in die Ehe trat, zog zur Unterstützung der Gemeindearbeit in eine ca. 50 km weit entlegene Stadt, um dort zu wohnen und zu dienen. Der Herr segnet diese Gemeinde durch regelmäßige Versammlungen, durch Versammlungen für junge Leute und Kinder, durch Schulungen, die sorgfältig durchgeführt werden. Der Herr schenkte dieser Gemeinde auch ein schönes Gemeindehaus, das im September 2019 eingeweiht wurde. Der Herr lässt Wunder geschehen in einem Staat, der noch vor vier Jahren für jegliche geistliche Arbeit verschlossen war! Ihm die Ehre!
Zwei junge Familien wurden nach Nukus ausgesandt. Nukus ist die Hauptstadt von Karakalpakien. Sie liegt in der Wüste ca. 150 km von dem austrocknenden Aralsee entfernt. Karakalpaken sind ein Volk mit einer den Kasachen ähnlichen türkschen Sprachgruppe.
Beide Ehepaare sind drei Jahre verheiratet. Eine Familie hat zwei kleine Kinder. Die andere ist noch kinderlos. Die Muttergemeinde hat für eine Familie eine Zweizimmerwohnung erworben. In dieser Wohnung wurden auch die Versammlungen in zwei zeitversetzten Gruppen durchgeführt.
Eine Versammlung für Hörende haben wir beigewohnt. Es waren ungefähr zehn Menschen beisammen. Letzten Sommer wurden zwei von ihnen getauft. Bibelstunden sind bei ihnen sehr begehrt. Die Brüder und Schwestern forschen in der Schrift, stellen Fragen, singen christliche Lieder und beten zusammen. Es haben sich auch einige Geschwister zur Taufe in diesem Jahr gemeldet.
Die andere Gruppe besteht aus Taubstummen. Diese Versammlung wird in der Gebärdensprache durchgeführt. Die jungen Brüder beherrschen diese Sprache. Wir staunten, wie viele Brüder und Schwestern sich mit den Taubstummen verständigen können! Uns scheint es, dass es in Usbekistan besonders viele Taubstumme gibt. Eine Statistik besagt, dass in manchen Teilen Usbekistans 45,4% der Bewohner ab 16 Jahren ein gestörtes oder völlig fehlendes Gehör haben.
In der freien Zeit beschäftigten sich die Brüder mit dem Einrichten eines Gemeindehauses mit einer anliegenden Wohnung aus einem erworbenen privaten Haus, das in der Nähe vom Stadtzentrum liegt. Sehr viel Arbeit ist schon an dem Hause gemacht worden. Noch viel Arbeit steht bevor. Es wird zuerst der Gemeindesaal eingerichtet, damit die Versammlungen durchgeführt werden können. Dann wollen die Brüder einen Nebenraum für die Wohnung der Missionsfamilie einrichten.
Im Angesicht der vielen Arbeit, der Abgelegenheit von den anderen Gemeinden und der ziemlich schwachen Finanzlage staunten wir über den Mut und die Freude der Brüder und Schwestern, die dieses Neuland betreten haben.
Lasst uns für diese Geschwister beten. Lasst uns beten, dass aus unseren großen Gemeinden auch Missionsfamilien rauswachsen, die mutig Neuland betreten!
Jakob Penner, Harsewinkel

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