Kinderheim Saran

Zeugnis über die erste Woche im christlichen Rehabilitationskomplex „Verklärung“
Der Dienst im christlichen Rehabilitationskomplex „Verklärung“ in Saran begann mit Gebet. Am Anfang ängstlich, hartnäckig und voller Fragen: „Herr, wie wird alles sein?“ – „Wirst du es ordnen?“. Dann mit Dankbarkeit, Tränen und Freude: „Gütiger Herr, du hast alles selbst geordnet und gefügt!“
Am 29. März 2025 begannen wir mit der Diagnostik der Kinder. Schnell wurde klar, dass uns ein schwerer, aber gesegneter Weg bevorstand. Vom 31. März bis zum 5. April fand dann die erste Rehabilitationswoche statt. Es war ein wahrer Dienst der Liebe, der Fürsorge und des Gebets an den Müttern und ihren Kindern, die müde, verletzt und auf der Suche nach Halt, Wärme und Gottes Berührung waren.
Es ist unmöglich, die Aufgeregtheit zu vergessen, mit der das Team diesen neuen Dienst begann. Unter Bitten und Flehen, Krankheit und Müdigkeit hatte der Herr selbst für alles gesorgt – und die Woche verlief erstaunlich ruhig, friedlich und gesegnet. Schon in den ersten Tagen wurde deutlich, dass Gott am Werk war.
Die Kinder nahmen mit Freude an Logopädie, Physiotherapie, Kreativ- und Entwicklungsprogrammen teil. Jedes Kind wurde individuell gefördert. Die Mütter erhielten geistliche Ermutigung, praktische Kurse und eine willkommene Abwechslung vom Alltag. Unterkunft, Verpflegung, Hygiene – alles hatte einen angemessenen Standard. Alles geschah in Liebe und in einer Atmosphäre des Gebets.

Ein Dienst voller Fürsorge
Während der ganzen Woche wurden die Kinder liebevoll umsorgt: Es gab Logopädie, Physiotherapie und Entwicklungsprogramme. Die Kinder bastelten, spielten und lernten in einer Atmosphäre der Freiheit und waren sehr interessiert.
Eine Mitarbeiterin berichtet: „Es war eine Freude zu sehen, wie die Kinder sich öffneten, sicherer zu sprechen begannen, koordinierter wurden und aktiver und interessierter am Lernen wurden. Der Bibelunterricht war ein besonderer Segen: wir haben gemeinsam Gottes Wort studiert, gebetet, nachgedacht …“
Die gesamte Korrekturarbeit war gut durchdacht und wurde professionell durchgeführt. Die Logopädin schrieb in ihrem Feedback: „Der Unterricht fand in Kleingruppen und individuell statt. Er beinhaltete Atemübungen, Elemente der Selbstmassage und Sprachspiele. Die Eltern erhielten praktische Empfehlungen für die Sprachentwicklung ihrer Kinder. Alles wurde unter Berücksichtigung des Alters und der individuellen Merkmale der Kinder durchgeführt, und es hat sich gelohnt“.
Selbst das Essen, die Reinlichkeit, die gemütliche und komfortable Atmosphäre – alles zeugte von der Liebe, mit der jeder Tag vorbereitet wurde. A. W., eine der Teilnehmerinnen, schreibt: „Diese Woche war voller Fürsorge, intensiv und aktiv. Besonders wertvoll waren die Seminare für Mütter zu geistlichen Themen. Wir brauchen das, um uns nicht nur körperlich, sondern auch seelisch zu erholen. Danke für die medizinische Betreuung – es wurden sogar Dinge erkannt, die ich vorher nicht bemerkt hatte!“


Gebete wurden erhört
Alles, was geschah, war eine Antwort auf Gebete. Einer der dienenden Brüder erzählt von seinen Erfahrungen am Anfang: „Die Vorbereitung war nicht einfach, die Umsetzung der neuen Aufgaben, die Erkrankungen … Aber Gott ist gut! Die Rehabilitationswoche war ruhig und gesegnet. Man konnte sehen, wie die Mütter von den ersten Tagen an immer mehr Vertrauen fassten. Eine von ihnen kam am dritten Tag zu mir und bat mich, den Unterricht fortzusetzen – denn „es gibt eine positive Entwicklung, und darauf haben wir schon lange gewartet. Der Herr lebt!“
Mütter, Kinder und die Familie Gottes
Eine der am häufigsten wiederholten Reaktionen war die Feststellung, dass alles mit Liebe gemacht wurde. Die Mütter hatten das Gefühl, nicht nur im Urlaub zu sein, sondern in einem Haus zu sein, in dem sie willkommen waren, in dem für sie gebetet wurde und in dem ihnen mit Herz und Hand gedient wurde:
„Wir waren wie zu Hause, nur dass wir uns von der Hausarbeit erholten! Die Brüder teilten das Wort – es berührte die Herzen. Möge der Herr sie segnen und viele in den christlichen Rehabilitations-Komplex ‚Verklärung‘ kommen lassen!“
„Die Atmosphäre war freundlich und herzlich. Die Lektionen waren nützlich und bereichernd. Es war eine Ermutigung!“
„R. fing an, besser zu lernen – schon nach wenigen Unterrichtsstunden gab es eine sichtbare Verbesserung!“
All das war möglich dank derer, die gebetet, sich aufgeopfert, gedient, vorbereitet, angeleitet und einfach für uns da waren. Jedes Wort, jeder Blick, jede Mahlzeit, jede Unterrichtsstunde, jeder Workshop – alles wurde Teil von Gottes Plan im Leben dieser Kinder und Mütter.
Wir glauben, dass dies erst der Anfang ist. Voller Zuversicht laden wir Familien mit Kindern aus Kasachstan, Russland, Zentralasien und anderen postsowjetischen Ländern zu einem Rehabilitationsprogramm in unser Zentrum ein. Wenn Ihr Kind Sprachtherapie, körperliche oder psychologische Hilfe und Ihr Herz geistliche Unterstützung braucht, heißen wir Sie herzlich willkommen.
Wir sind offen für alle, die Erholung, neue Kraft, Unterstützung und Fürsorge suchen und das lebendige Wort Gottes hören möchten.
Rückmeldung einer Mutter über den Aufenthalt im Rehabilitationszentrum für Kinder
Als ich mit meinen drei Kindern im Reha-Zentrum ankam, war ich erschöpft – innerlich wie äußerlich. Der Alltag hatte mich ausgelaugt, und ich hoffte einfach nur auf eine kleine Pause. Doch diese Woche wurde viel mehr als nur eine Auszeit. Es wurde eine Woche voller Wärme, Fürsorge und echter Ermutigung.
Alles war sehr sorgfältig und auf hohem Niveau organisiert: Die Kinder hatten täglich logopädische Betreuung, Bewegungstherapie und entwicklungsfördernde Angebote. Ein fester Bestandteil war auch die Sonntagsschule, in der den Kindern in liebevoller und kindgerechter Weise christliche Wahrheiten vermittelt wurden.
Neben der Kinderbetreuung wurden auch die Mütter nicht vergessen. Es gab geistliche Seminare, die mich tief berührt und neu gestärkt haben. In unserer Zeit fehlt es oft an Ermutigung für Mütter – hier fand ich Raum zum Gebet, zur Stille und zur Besinnung. Für die Zukunft fände ich es wertvoll, auch praktische Workshops zur Erziehung und Haushaltsführung anzubieten.
Die Kinder bastelten, sangen, lachten – begleitet vom einfühlsamen Personal, das wirklich mit dem Herzen bei der Sache war. Ein echtes Highlight war das Reiten, das meine Kinder begeisterte! Auch die liebevoll zubereiteten Mahlzeiten – vier Hauptmahlzeiten und zwei Snacks täglich – trugen zur Wohlfühlatmosphäre bei.
Besonders berührend war für mich die Fürsorge im Hintergrund: gereinigte Zimmer, bereitgestellte Hygieneartikel, medizinische Betreuung durch eine Kinderärztin – an alles wurde gedacht. Selbst kleine gesundheitliche Probleme meiner Kinder wurden erkannt und mir mit Fachwissen erklärt.
Am meisten beeindruckt hat mich jedoch die Atmosphäre: Ein Klima der Liebe, der Aufmerksamkeit und des Dienstes. Ich spürte, dass die Menschen hier ihren Dienst nicht aus Pflicht, sondern aus Hingabe an Gott verrichten.
Ich kam müde an. Und ich fuhr nach Hause mit einem gestärkten Herzen – voller neuer Hoffnung und tiefer Dankbarkeit.
Von A. W.

Aufruf zur Gebetsunterstützung
Wir danken Gott für den Beginn dieses Dienstes. Wir sind dankbar für alle, die an der ersten Woche teilgenommen haben. Und wir glauben, dass dies erst der Anfang ist. Wir sind bereit, weiter zu dienen und junge Teilnehmer aus allen russischsprachigen Regionen – Kasachstan, Russland, Zentralasien und der ehemaligen Sowjetunion – willkommen zu heißen.
Wir bitten alle, die dies lesen: Unterstützt uns im Gebet. Betet, dass Gottes Hand diesen Dienst weiterhin führt. Betet für die Kinder und Mütter, die kommen werden. Betet für das Team des Dienstes, dass wir demütig, hingebungsvoll und sensibel für die Stimme des Heiligen Geistes sind.
Möge Gott durch diese Arbeit verherrlicht werden!
In Liebe und Dankbarkeit, das Arbeitsteam des Christlichen Rehabilitationskomplexes.

Weihnachtsfreude schenken

Gemeinsam mit unseren Kindern freuten wir uns sehr auf das Fest der Liebe, das Weihnachtsfest, und bereiten uns darauf vor. Seit vielen Jahren sammeln die Kinder des Kinderheims Geschenke für die Sonntagsschulkinder unserer Gemeinde und unserer Filialen sowie für Menschen mit Behinderung in unserer Stadt. Dieses Jahr wurden es 1000 Geschenke. Zuerst bereiteten wir alles vor und bestellen Tüten und Süßigkeiten. Wir taten dies als einen Dienst im Namen und für die Mittel unserer Gemeinde. Die Kinder machten diesen Dienst mit großer Freude.
In unserem Heim lebt ein Junge, dessen Name Eduard ist. Er ist jetzt 9 Jahre alt und geht in die 3. Klasse. Im Klassenzimmer unseres Kinderheims hilft ihm unsere Lehrerin bei seinen Hausaufgaben. Eduard hat ein trauriges Schicksal: Er kam ins Kinderheim, als er 1,5 Jahre alt war – seine Mutter kam ins Gefängnis, weil sie ihren Partner, der Kinder missbrauchte, umgebracht hatte. Der Junge wartete sehnlichst darauf, dass sie aus dem Gefängnis kommt. Doch als sie entlassen wurde, besuchte sie ihren Sohn einige Male, lebt aber jetzt sie ihr eigenes Leben. Sie trinkt Alkohol und Eduard ist bei uns geblieben. Der lernbereite Junge ist gehorsam, bemüht sich gut zu lernen, und besucht gerne die Gottesdienste und die Sonntagsschule unserer Gemeinde.
Unsere Lehrerin – Anastasia – ist jetzt 23 Jahre alt und ein ehemaliges Kind unseres Kinderheims. Sie hat eine Ausbildung als Grundschullehrerin. Wir sind sehr froh, dass sie im Kinderheim arbeitet. Wir sind auch sehr froh, dass Anastasia ihren Ehemann in unserer Kinderheimfamilie gefunden hat. Ihr Mann Alexej (23 Jahre alt) war ebenfalls in unserem Kinderheim. Beide sind Mitglieder unserer Gemeinde. Alexej hat einige Zeit als Techniker im Kinderheim gearbeitet. Jetzt hat er eine andere Arbeitsstelle gefunden. Er hilft uns immer bereitwillig bei unserer Arbeit, wenn wir ihn darum bitten. Als Gebetsanliegen möchte ich sagen, dass bei Alexej vor kurzem Diabetes Typ 1 diagnostiziert wurde und er nun sein ganzes Leben lang Insulin spritzen muss. Doch das junge Paar verzweifelt nicht. Sie lieben den Herrn sehr und hoffen auf ihn.
Mit lieben Grüßen
Dezember 2023, G. A.

Geschichte wiederholt sich


Persönlicher Bericht eines Jugendlichen aus dem Kinderheim Preobrashenije
Mit sechs Jahren kam ich in das Kinderheim. Meine Mutter brachte mich hierher. Die Kinder im Kinderheim kommen nicht aus guten Verhältnissen und meine waren auch keine Ausnahme. Ich wusste damals nicht, wohin meine Mama mich hinbringt. Ich brauchte eine gewisse Zeit, um zu verstehen, warum sie es tat. Erst später verstand ich, dass ihr Handeln Liebe war. Sie wollte mir das ermöglichen, was sie mir nicht geben konnte. Die moderne Gesellschaft hat keine positive Einstellung zu Kinderheimen. Aber das Heim, in dem ich untergebracht wurde, war ein Gegensatz zu den Heimen, die sich die Menschen unter diesem Wort vorstellen. Ein großes schönes Haus. Drinnen herrschte feierliche Stimmung. Es war kurz vor Weihnachten. Ich lauschte der Geschichte von der Geburt eines kleinen Jungen, der die Welt retten wird, mit offenem Mund und verspürte eine unbeschreibliche Freude.
Jetzt kann ich mit Sicherheit sagen, das Kinderheim ist mein Zuhause geworden. Ich kann mich nicht genau erinnern, an welchem Tag ich mich bekehrt habe, aber ich kann mich genau erinnern, wo ich mich bekehrt habe: In dem Kinderheim „Preobrashenije“. In dem Haus, das für mich gleichzeitig zur Familie und Geborgenheit wurde.


Hier habe ich manchmal die Gelegenheit, mich mit denen zu unterhalten, die dieses Heim schon verlassen haben. Während des Gesprächs erwähnen sie nicht selten, dass es hier früher viel besser war. Es wurde viel mehr draußen gespielt und die Spiele waren aktiver. Und dann frage ich mich: „Wo seid ihr alle? Warum besuchen so wenige aus eurer Generation die Gottesdienste?“ Die Statistik sagt, dass in den zwanzig Jahren mehr als 200 Kinder durch das Kinderheim gegangen sind. Unterschiedliche Generationen, mit unterschiedlichen Lebenseinstellungen und mit unterschiedlichen Schicksalen. Ein Mensch, der kein Interesse an der Geschichte hat, ist versucht die Fehler der vorherigen Generation zu wiederholen. Die Geschichte wiederholt sich immer wieder, und bald wird meine Generation das Heim verlassen. Ich verstehe, dass ein Leben im christlichen Kinderheim keine Eintrittskarte in den Himmel ist. Deshalb…
Zurzeit bin ich ein Mitglied der Gemeinde „Preobraschenie“ in Saran. Beteilige mich im Ton-Techniker-Dienst. Wenn ich mein Leben analysiere, sehe ich deutlich Gottes Führung. Ich bewundere immer Seine Gnade und Güte und will damit nicht aufhören.
Karl Wlad, Saran

Von allen Enden der Erde


Gott wirkt durch die Gebete vieler Christen im Kinderheim „Preobrashenije“.
„Gnadenbeweise des HERRN sind’s, dass wir nicht gänzlich aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende“ (Klagelieder 3,22).
Durch die Gnade des Herrn besteht unser Waisenhaus seit zwei Jahrzehnten. Dies ist eine ganze Geschichte vom Segen und der Hilfe des himmlischen Vaters. Aber wenn ich an das Kostbarste denke, was mein Herz persönlich erfüllt, dann sind es die Kinder, denen die elterliche Liebe und Zuneigung genommen wurde und die nun reich beschenkt werden: Die Möglichkeit, in der Familie Gottes zu sein und mit der Liebe Christi berührt zu werden.
Es ist sehr angenehm zu beobachten, wie die Kinder, die im Laufe der Zeit zu uns gekommen sind, anfangen zu beten und den Herrn als ihren himmlischen Vater anrufen, anfangen die Bibel zu lesen und christliche Lieder zu singen. Der Boden des Herzens eines Kindes, selbst verwaist und von allen verlassen, nimmt den gepflanzten Samen immer noch auf. Aber wir brauchen wirklich die Gebete und Unterstützung unserer Geschwister auf der ganzen Welt. Denn dies ist nicht nur der Dienst der Mitarbeiter im Kinderheim, auch wenn wir an vorderster Front stehen, sondern dies ist unser gemeinsamer Dienst, den Gott uns anvertraut hat: „Eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott, dem Vater, ist es, Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt zu bewahren“ (Jak 1,27).


Gegenwärtig leben mehr als vierzig Kinder unterschiedlichen Alters in unserem Haus, und viele der Älteren haben bereits den Bund mit dem Herrn durch die Taufe geschlossen. Betet für diejenigen, die bereits im reifen Alter sind, aber noch keine Entscheidung für den Herrn getroffen haben. Betet für die Herzen der kleinen Kinder, damit sie sich nicht von anderen vom Glauben abschrecken lassen.


Wir bitten auch dafür zu beten, dass wir unseren Dienst durch die Gnade Gottes erweitern können. Wir prüfen die Möglichkeit, ein sogenanntes Familien-Hilfs-Zentrum einzurichten. Dieser Bereich kann ein Teil des Kinderheimes werden und so vielen Kindern ermöglichen, in unser Haus zu kommen. Auf diese Weise können Kinder aus zerrütteten Familien aufgenommen werden. Die Familien würden dann geistlich und sozial betreut, und wenn sich die soziale Lage gebessert hat, kann das Kind wieder zu der eigenen Familie zurückkehren. Wenn sich jedoch nichts ändern sollte, bestünde die Möglichkeit, dass das Kind in eine neue christliche Familie kommt oder im Kinderheim weiterleben bleibt. Der Entwicklung einer zentralen Beratungsstelle selbst kann jedoch durch vieles behindert werden, doch mit dem Herrn ist alles möglich. Wenn wir beobachten, was in unserer großen „Familie“ geschieht, kommen wir immer wieder zu dem Schluss, dass Gott nicht nur unsere Gebete hört, sondern auch die Gebete vieler, die von verschiedenen Enden der Erde ausgesprochen werden. „Betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist“ (Jak. 5,16)
August 2019, G. A., Saran

Kurzeinsatz im Kinderheim, Kasachstan


Ich durfte in diesem Jahr vom 3. Mai bis zum 25. Juni im Kinderheim „Preobrashenije“ in Saran sein. Es war eine sehr schöne und gesegnete Zeit, an die ich mich gerne erinnere. Jeder neue Tag hatte seine eigenen Sorgen, Fragen, Freuden und Aufregungen. Kein Tag war wie der andere, man hatte immer andere Aufgaben. Ich spielte oder unterhielt mich gerne mit den Kindern, die auch immer eine Menge zu erzählen hatten und sich über ein offenes Ohr freuten. Täglich wurde mir bewusst, wie abhängig wir Menschen von unserem großen und allmächtigen Gott sind. In dieser Zeit hatten sowohl die Schüler der Abschlussklassen als auch die Studenten ihre Prüfungen. Diese durften wir im Gebet vor Gott bringen und er hat Hilfe geschenkt. Eine Jugendliche aus dem Kinderheim hat dieses Jahr ihre Ausbildung zur Erzieherin abgeschlossen und einige der Schüler die Schule.
Wir verbrachten jeden Tag einige Stunden draußen auf dem Gelände des Kinderheims und spielten gemeinsam. Gott sei Dank war das Wetter entsprechend gut und es hat sich niemand schwer verletzt.


Da man sich als Deutscher nur 30 Tage in Kasachstan ohne Visum aufhalten darf, musste ich kurz vor Ablauf der Frist die Grenze von Kasachstan nach Kirgisien überqueren und wieder zurück nach Kasachstan einreisen. Auch hier durfte ich Gottes Hilfe und seine Begleitung erleben, es gab keine Komplikationen.


Anfang Juni fand in der Gemeinde in Saran ein Tauffest statt, bei dem auch drei Jugendliche aus dem Kinderheim getauft wurden.

Das Thema Daniel wurde lebhaft dargestellt


Vom 11. bis zum 18. Juni gab es auf dem Freizeitgelände „Emanuil“ eine Kinderfreizeit mit ca. 230 Kindern. Die geistlichen Lektionen thematisierten „Daniel“. Den Kindern wurden Daniels Glaube, Vertrauen und sein Beten aufgezeigt. Einige dieser Kinder haben daraufhin Jesus in ihr Herz aufgenommen.
Bei so einer großen Kinderfreizeit war ich selbst zum ersten Mal dabei und war begeistert von allem, was ich dort gesehen und gehört habe. Ich bin dankbar für die Zeit in Kasachstan und die vielen liebevollen Menschen, von denen mir einige zu echten Freunden geworden sind.
Wenn Gott seinen Segen nicht geschenkt hätte, wären alle Planungen und Vorbereitungen umsonst gewesen. Ihm die Ehre für diese Freizeit, die Themen, die Anspiele, die Spiele, das Basteln und für jedes einzelne Kind, welches dort Sein Wort hören durfte.
„und alles was ihr tut, das tut von Herzen als für den Herrn und nicht für Menschen“ (Kol. 3,23)
L. J., Neuwied

Stand Januar 2019

Liebe Geschwister in Jesus Christus!
Wir bedanken uns ganz herzlich für eure Fürsorge und Anteilnahme an unserem Kinderheim. Wir haben voller Dankbarkeit eure finanzielle Unterstützung erhalten. Vielen Dank auch für eure Gebete, um Betreuung unserer Kinder, die ohne elterliche Fürsorge aufwachsen müssen.
Zurzeit haben wir 50 Schüler: 34 davon sind Jungen, 16 Mädchen. Kinder im Alter von 4 bis 19 Jahren, die noch keine eigenen Wohnungen haben, studieren oder machen eine Ausbildung. Insgesamt haben wir 33 Schüler und 17 Studenten.
Wir sind Gott sehr dankbar, dass Er euer Herz zu diesem Dienst geöffnet hat und dass Er die Menschen kennt, die am Schicksal dieser Kinder teilnehmen.
„Daher, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, allezeit überreich in dem Werk des Herrn, da ihr wisst, dass eure Mühe im Herrn nicht vergeblich ist!“ (1Kor. 15,58).
Möge Gott euch dafür reichlich segnen!
Direktor des Kinderheims „Preobrashenije“, Grigorij Abramov

„Denn ein Kind ist uns geboren…“ Jesaja 9,5

Friede sei mit euch, liebe Brüder und Schwestern!

Wir grüßen euch herzlich zu diesem wunderbaren Fest – Jesu Geburt.
Wir danken euch von Herzen für eure Gebete und Gaben. Dank den Gebeten und Gaben können wir den Dienst in unserem Kinderheim durchführen.
Wir wünschen euch Kraft und Freude in dem Dinest!

Die Mitarbeiter und Kinder des Kinderheimes „Preobrashenie“ Saran.

Januar 2019