Von Herzen für Herzen –Unterwegs mit dem Evangelium


Reise nach Mittelasien vom 9. bis zum 23. Mai 2025
„Wohlzutun und mitzuteilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl!“ Hebräer 13,16
Trotz der eigentlich unerwünschten Verbreitung des Evangeliums im asiatischen Raum konnten wir drei Länder unbeschwert bereisen und dort das wahre Evangelium und die frohe Botschaft weitersagen. Gott hat unsere Gebete auf wunderbare Weise erhört – wir konnten die Grenzen mit christlicher Literatur problemlos überqueren. Auf unserer insgesamt dreieinhalbtausend Kilometer langen Reise haben wir Gottes Beistand und seine Bewahrung deutlich erlebt.
Getragen von einem gemeinsamen Ziel herrschten innerhalb unserer Gruppe – unabhängig vom Alter – spürbare Liebe, Einigkeit und gegenseitige Wertschätzung. Wir waren 20 Personen aus der Gemeinde Harsewinkel sowie zwei Geschwister aus Usbekistan. Zusätzlich begleiteten uns Brüder aus den dortigen Gemeinden zur Wortverkündigung. Unser Ziel war es, die Geschwister in den bereisten Ländern zu ermutigen, zu stärken und zu trösten. Außerdem wollten wir Menschen erreichen, die das Wort Gottes noch nie gehört haben oder sich noch nicht für ein Leben mit Jesus entschieden haben. Dadurch konnten auch wir persönlich gestärkt werden und Gott näher kennenlernen.
Um unsere persönliche stille Zeit mit Gott während der Reise nicht zu vernachlässigen, ermutigten wir uns gegenseitig, täglich mindestens 15 Minuten in Gottes Wort zu lesen. Schon während der Reise zeigte uns Gott immer wieder, wie abhängig wir von ihm sind. Als wir mit dem Bulli durch die kirgisischen Berge fuhren, versagte plötzlich die Kupplung. Wir stiegen aus und betrachteten die wunderschöne Natur und waren uns einig, diese Zwangspause zum Bibellesen zu nutzen. Also suchten wir uns einen ruhigen Platz in der Natur und nahmen uns die Zeit dafür. Anschließend begannen wir, den Berg zu Fuß zu erklimmen – bis uns der Bulli überraschend wieder einholte. Nun konnten wir die Fahrt problemlos fortsetzen.
Wir teilten uns immer wieder in Kleingruppen auf, um einzelne Familien oder kleine Gemeinschaften zu besuchen. So fuhren einige zum Bruderhaus, andere zu Missionsfamilien oder zu einer Witwe. Wir durften viele Gemeinden besuchen und Gottesdienste mit unserem Programm gestalten. Besonders bewegend war der Besuch in der Gemeinde Karschi, in der etwa 70% der Mitglieder gehörlos sind. Gerade dort wirkt Gott auf besondere Weise und wir erlebten eine rege Beteiligung an den Gebeten. Einige Gläubige trafen sogar eine neue Entscheidung für Jesus. Trotz ihrer Einschränkung waren die Menschen dort sehr herzlich und strahlten große Freude aus. Immer wieder wurde uns bewusst, wie dankbar wir Gott für unsere Gesundheit sein dürfen und dass wir keinen Grund zur Unzufriedenheit haben. Gott beschenkt uns in Deutschland weit über das Notwendige hinaus.
Viele Eindrücke, die wir auf der Reise sammelten, beschäftigen uns noch immer. Tiefes Mitgefühl erfüllte uns beim Besuch eines Kinderheims mit vielen kranken und behinderten Kindern. Doch der Gedanke, dass Jesus gerade Kinder besonders liebt, spendete uns Trost. Wir durften auch ein Blindenheim, ein Tuberkuloseheim sowie ein Heim für Menschen mit Behinderungen besuchen. Überall wurden wir sehr herzlich erwartet und freundlich aufgenommen. Die Menschen waren immer wieder sehr bewegt und einige sagten, der Gesang sei „himmlisch“. Für viele war es das erste Mal, dass sie die frohe Botschaft hörten. Der Satz: „Kommt bitte wieder!“ begleitete uns regelmäßig. Auch in Armenvierteln, Hochhäusern, Frauenhäusern und Pflegeheimen durften wir die gute Nachricht weitergeben. Die Menschen haben sich sehr über die christliche Literatur, die Lebensmittel und die kleinen Geschenke für die Kinder gefreut.
Eine wunderbare Führung von Gott erlebten wir, als wir an einem Tag durch einen Park gingen, um an verschiedenen Stellen Lieder zu singen. An einem Platz gab es zunächst nicht die Möglichkeit dazu, da laute Musik lief. Wir baten darum, die Musik leiser zu stellen – und erhielten daraufhin überraschenderweise die gesamte Bühne zur Verfügung. So konnten wir mit unserem Beitrag etwa 30 Menschen erreichen.
Mit großer Dankbarkeit blicken wir auf die Unterstützung unserer Gemeinde zurück, die unseren Missionseinsatz treu im Gebet begleitet hat. Es ist ein großes Vorrecht, Teil einer lebendigen Gemeinde zu sein, die den Missionsauftrag Gottes ernst nimmt. Dadurch haben wir die Möglichkeit, Menschen in fernen Ländern mit dem Evangelium zu erreichen. Lasst uns gemeinsam für den ausgestreuten Samen beten, dass er reichlich Frucht bringt und Gott weiterhin offene Türen für das Evangelium schenkt.
J. T. und E. L.