Ziegel für Ziegel –gelebte Gemeinschaft in Kasachstan


Baueinsatz in Karaganda vom 1. Juni bis zum 14. Juni 2025
Die Gemeinde in der Siedlung „33“ in Karaganda, die vielen von uns bekannt ist, hat ihr Bethaus um ein zusätzliches Gebäude erweitert. Der Anbau wurde notwendig, da dort regelmäßig Musik- und Dirigentenkurse sowie mehrtägige Seminare der Bruderschaft stattfinden. Dafür werden Schlafplätze, sanitäre Anlagen und Aufenthaltsräume benötigt. Der Bau wird überwiegend von Brüdern der Gemeinde in Eigenleistung durchgeführt. Die Innenarbeiten sind bereits abgeschlossen und es standen nun die Klinkerarbeiten an.
Da die zu verklinkernde Fläche sehr groß war, nahm diese Aufgabe auch viel Zeit in Anspruch. Als wir von dieser Herausforderung hörten, entstand der Wunsch, die Gemeinde bei diesem Bauabschnitt zu unterstützen. Gleichzeitig wollten wir damit unsere Verbundenheit zeigen und die Brüder vor Ort ermutigen – denn es stehen noch einige weitere Arbeiten an.
Vor Ort angekommen, passten wir uns schnell den dortigen Gegebenheiten an und dank der tatkräftigen Unterstützung einiger Brüder aus der Gemeinde, die sich extra Urlaub genommen hatten, um gemeinsam mit uns zu arbeiten, war der Arbeitsfortschritt schnell sichtbar. Mit zunehmender Höhe wurde die Arbeit allerdings gefährlicher. Wir mussten vorsichtiger arbeiten und das Gerüst immer wieder stabilisieren. Auch das manuelle Hochziehen des Materials mit einem Flaschenzug wurde zunehmend aufwändiger.
Trotz dieser Herausforderungen konnten wir die Klinkerarbeiten erfolgreich abschließen. Da im oberen Giebelbereich zum Ende hin immer weniger Arbeiter benötigt wurden, nutzten einige Brüder die Gelegenheit, um parallel dazu die Silikonarbeiten in den Sanitärräumen fertigzustellen.
Wir sind dankbar für jedes einzelne Gebet und Gott für seinen Schutz und Segen. Durch die gemeinsame Arbeit mit den Brüdern vor Ort sowie die vielen herzlichen Einladungen an den freien Abenden entstanden schnell Freundschaften und bleibende Erinnerungen. Hervorzuheben wäre auch der Sonntag, den wir dort verbrachten – an diesem Tag feierte die Gemeinde ihr Tauffest. Es war uns eine Freude, daran teilzuhaben und den Segen mitzuerleben, den die Gemeinde erfahren durfte.
J. L.